Nach   einer   guten   Viertelstunde   fand   dann   nach   einer   kurzen   Ansprache   durch   den   Stammtischsprecher   der   Schwabencruiser, die   feierliche   Übergabe   des   Spendenschecks   von   über   4.000,-€   an   den   Leiter   des   Ulmer   Herzkinder   e.V.,   statt.   Tief   gerührt nahm    der    Leiter    der    Ulmer    Herzkinder    e.V.    den    Scheck    entgegen    und    erklärte    kurz    die    Notwendigkeit    der    sportlichen Unterstützung von herzkranken Kindern und deren positiven Resultate. Wow,   das   mussten   wir   dann   erstmal   sacken   lassen.   Kurze   Zeit   später   hieß   es   noch   Aufstellung   zu   einem   Gruppenfoto   und   dann wurden   wir   für   eine   Stunde   in   die   Stadt   an   der   Donau   entlassen,   die   mit   dem   gotischen   Münster,   den   höchsten   Kirchturm   mit 161,53   Metern   in   der   Welt   hat.   Dies   hatte   schon   weltliche   Ausmaße.   Ulm   hat   die   älteste   Stadtverfassung   in   Deutschland   und eine   wirklich   alte   und   sehenswerte   Altstadt.   Schiefe   Häuser   und   Hotels   im   Fischerviertel,   in   denen   sich   die   Holzbalken   durch   die Jahrhunderte   durchgebogen   haben,   aber   standhaft   weigern,   einfach   einzuknicken.   Ulm   hatte   auch   die   meisten   Kuttenträger   in seiner   Altstadt,   wenigstens   an   diesem   Samstag.   Ein   kleines   Kanalsystem   das   mit   den   gebogenen   Brücken   darüber   ein   wenig   an Venedig   erinnert,   untermalte   das   mittelalterliche   Flair.      Und   dann   gehste   durch   ein   Tor   der   Stadtmauer   und   stehst   plötzlich   vor der   Donau.   Lecker   Essen   kann   man   in   Ulm   auch   und   Eis   und   Kaffee   und   Kuchen   eben   alles,   was   ein   Bikerherz   nach   einer solchen   Herzenssache   braucht.   Und   dann   war   es   langsam   so   weit.   Der   vereinbarte   Zeitpunkt   zum   Aufsitzen   der   ganzen   Rotte, rückte   tehst   plötzlich   vor   der   Donau.   Welch   ein   Kontrast.   enig   an   Venedig   erinnert.   Und   dann   gehste   durch   ein   Tor   der Stadtmaueunaufhaltsam   näher.   Eine   Gruppe   nach   der   anderen   verließ   in   gewohnter   Fahrformation   den   Ulmer   Marktplatz.   Und Gruppe   Veiv?   Natürlisch   Extratürchen.   Chris   hatte   sich   kurzerhand   entschieden,   mit   Navi   einen   direkten   Weg   zurück   zum   Hotel zu   suchen,   während   sich   die   anderen   Gruppen   Naturheischend   in   das   Alpine   Gebiet   verkrümelten,   brachen   wir   als   letzte   Gruppe mit   fast   allen   Stammtischlern   auf.   Und   wir   haben   es   nicht   bereut.   Chris   fand   eine   prima   Strecke   zurück.   Plötzlich   tat   sich   ein   Tal vor   uns   auf.   Ein   schmales   Asphaltband   schlängelte   sich   in   der   Sonne   wie   ein   kleines   Flüsschen   durch   eine   weite   Gras   und Wiesenlandschaft,   die   von   den   Bergen   flankiert   war.   Chris   hatte   die   Privatstrecke   des   Motorradgottes   entdeckt.   Es   gab   keinen Zweifel   mehr.   Gott   fuhr   in   seiner   Freizeit   Motorrad.   Sanft   schwenkend   fuhr   die   ganze   Gruppe   mit   gemächlichem   Tempo   voll entzückt dieses Asphaltband entlang. Jeder dachte wohl dasselbe: Hier möchte ich gerne noch mal zurück. Aufwachen, Leute, wir kommen gerade in Bad Bollerwagen an. Natürlich waren wir mit die ersten und alle nutzten den Zeitvorsprung, um sich nach Abstellen, ablegen und hinsetzen ein paar erwachsene Bierchen zu genehmigen. Dass sich das Hotel nach und nach mit den eintreffenden Gruppen füllte, registrierte ich nur noch am Rande. Die Bierchen taten ihre Wirkung und nur wenige Zentimeter über dem Boden schwebend, bewegte ich mich auf mein Zimmer zu. Arnold, du musst aufstehen, es ist schon fünf vor Sieben. Ich war voll weggeratzt und sprang aus dem Bett. Duschen, anziehen und dann begleitete ich meine verständnisvolle Frau nach unten zum Buffet. Dort empfing mich schon Chris. Hast du schon gegessen? Nein! Wie lange brauchst du fürs Essen? Na ja, für den Nachtisch 4 Minuten, gut und jetzt komm. Krisensitzung des gesamten Präsidiums. So kriselten wir bis 20:35Uhr. Gegen 20:30 Uhr noch mal großes Treffen im Plenar- und Bankettsaal aller Mitglieder. Richtig, wir überzogen um 5 Minuten. Schließlich füllte sich der große Raum mit allen Mitgliedern. Doch diesmal waren auch Gäste da. Der Leiter des Ulmer Herzkinder e.V. wie auch die Macher vom Yamaha Motorcorner. Nach einer schönen Ansprache unseres neuen Präses und Begleitworten des Vizes startete eine Versteigerung von selbst gemalten Bildern mit verschiedenen Royal Stars Motiven. Der Künstler war kein geringerer als unser neuer Präses Chris Wölki himself. Die Versteigerung wurde durchgeführt vom erfahrenen Auktionator Gichtl, vom Stammtisch der Bavarian Cruiser. Welch ein Ereignis. Gekonnt trieb Gichtl die Preise in die Höhe, überbrückte Besinnungs- und Sammlungsphasen mit Heiterkeit und fand schließlich für alle Bilder einen Abnehmer zu einem guten Preis. Als Zugabe wurden noch einige begehrte Ersatzteile versteigert, die bis auf ein Teil auch Abnehmer fanden. Zufrieden übergab der Auktionator das Mikro an unseren neuen Präses. Der Sprecher des Schwabencruiser Stammtisches erhielt das Mikro und hielt noch mal eine kleine Rede zur Spende an den Ulmer Herzkinder e.V. Der eingeladene Leiter revanchierte sich, indem er sich seinerseits in einer rührenden Dankesrede für die Spende und die Aufmerksamkeit der Bikerinnen und Biker der Royal Stars Germany, herzlich bedankte. Aber auch die Unterstützung der Mannschaft des Motorcorners erhielt Lob und Dank für die tolle Unterstützung. Ein eigens kurzfristig beschafftes rotes T-Shirt für den Sohnemann vom Geschäftsführer des Motorcorners wurde feierlich überreicht. Dann gab es noch zwei außergewöhnliche Ehrungen. Unser neuer Präses ernannte 2 ältere Mitglieder, die entweder aufgrund des Alters oder/und aus gesundheitlichen Gründen selber nicht mehr aktiv fuhren. Ein Mitglied wurde in Abwesenheit der zweite Anwesend zum Ehrenmitglied der Royal Stars Germany ernannt. Mit Tränen in den Augen nahm das Mitglied die Ehrung entgegen. Die Schwabencruiser hatten noch einen besonderen Wunsch: Ein weißes T-Shirt wurde rumgereicht, auf dem alle Mitglieder mit Ihrem Namen unterschreiben sollten. Das Mitglied befand sich im Krankenhaus und sah seiner Genesung entgegen. Doch noch sollte ein weiterer Höhepunkt kommen. Der Stammtisch der Kradstaffel Anhalt  präsentierte das ausstehende Jahrestreffen 2012 im Harz. Nach einer gelungenen Präsentation, die äußerst humorvoll vorgetragen wurde und den Saal sichtlich heiter amüsierte, endete der Abend mit einem begeisternden Applaus für die Organisatoren. Der ganze Schwabencruiser Stammtisch nebst Frauen, die einzeln aufgerufen wurden und Blumensträuße als Dankeschön für Ihr tolles Engagement erhielten, wurde schließlich unter minutenlangen Applaus begeistert gefeiert. Bis spät in die Nacht wurde getrunken und verzällt und der Abschluss eines gelungenen Jahrestreffens, gebührlich gefeiert. 5. Tag (Sonntag) Verabschiedung und Rückreise Abreisetag    ist    immer    auch    mit    Abschied    verbunden.    Aber    zuvor    gab    es    ein    gutes    Frühstück.    Wir    waren    besonders    früh aufgestanden,   um   auch   das   Gepäck   rechtzeitig   gepackt   zu   bekommen.   Nach   dem   Frühstückchen   ging   es   zur   Rezeptionistin,   die in   Bad   Bollscher   Manier   die   Rechnung   mit   wenigen   Tastendrücken   aufs   Papier   zauberte.   Nachdem   die   Rechnung   bezahlt   war, sollte   es   losgehen.   Aber   ich   verstrickte   mich   noch   in   Einzelgesprächen   mit   dem   Kassenwart   und   dem   Präsidium.   Alleine   die Verabschiedung   von   allen   vertrauten   und   auch   neuen   Gesichtern,   ließ   die   Uhrzeiger   noch   weiter   rotieren.      Entgegen   der ursprünglich   geplanten   Rückreise   über   den   Highway   mit   den   anderen   unseres   Stammtisches,   hatten   sich   Jürgen,   Brigitte      und ich   entschieden,   die   Rückreise   nur   über   Land-   und   Bundesstraßen   zu   absolvieren.      Dank   meiner   Verzögerungen   kamen   unsere beiden   Mopeds   ein   letztes   Mal   aus   den   tiefen   der   Tiefgarage   bollernd   heraus,   um   sich   einen   guten   Absprungsplatz   für   die Heimreise   zu   sichern.   Es   standen   nur   noch   vereinzelte   Mopeds   am   Straßenrand,   das   Gro   war   bereits   aufgebrochen.   Plötzlich   fiel mein   Blick   auf   den   Randstein,   da   lag   doch   glatt   eine   der   beiden   Mignon   Batterien,   die   Tags   zuvor   durch   Brigittes   gekonntes Öffnungsmanöver ins Freie entlassen worden waren. Wenige Minuten später ging es auf die Heimreise mit Jürgen. Nach   einer   wunderschönen   Bundes-   und   Landstrassenfahrt   mit   kurzem   T-Shirt   und   Kutte   :-)      verträumten   kleinen   Dörfchen   und einem   atemberaubenden   Landschaftspanorama,   konnten   wir   einen   kleinen   Imbiss   in   einer   indonesischen   Schmuddelbude   mit der   Überschrift   "Pizzeria"   einnehmen.   Entlang   der   deutschen   Alleenstrasse   war   es   dann   passiert:   Sonnenbrand   beide   Arme exakt   bis   zur   T-Shirt   Ärmelgrenze,   (wie   vom   Tätowierer   gezeichnet)   Flugs   die   Ärmel   der   Regenjacke   abgemacht   und   als Sonnenschutz-Stulpen   übergezogen.   Brigitte   hielt   dann   von   hinten   straff.   So   haben   wir   den   Rhein   erreicht.   Als   Jürgen   plötzlich sein   Reißen   im   Rücken   kriegte,   fuhr   er   rechts   ran.   Regenklamotten   angezogen,   und   weiter.   Nur   10   Minuten   später   blitzte   und donnerte   es.   Brigitte   wäre   einmal   fast   vom   Moped   gefallen,   so   hat   es   überraschend   geknallt.   Dann   Powerregen   wie   Hagel.   Von dort   sind   wir   dann   nach   Koblenz.   Hans   hat   wohl   geduscht,   denn   plötzlich   ging   es   richtig   ab.   Wir   hätten   Schwimmflügelchen gebrauchen   können.   Jürgens   Navi   lotse   uns   dann   in   eine   Nebenstrasse,   auf   einen   Schotterpfad   in   den   Wald.   Doch   auch   diese Piste    haben    wir    gemeistert    und    kamen    wieder    auf    eine    Landstrasse.    Nach    dem    Brigitte    und    ich    ein    Bus    mit    mehreren Wellenartigen   Wassermassen   von   links   vollständig   eingedeckt   hatten,   waren   wir   nicht   mehr   nur   nass.   In   Bonn   haben   wir   uns dann   tapfer   durch   den   Stau   und   die   Wassermassen   die   vom   Himmel   kamen,   weiter   durchgekämpft.   Ab   diesem   Zeitpunkt   war   es uns   egal   und   wir   witzelten   nur   noch   über   die   Nässe.   Die   A59   war   fast   zu,   langsam   durchgequält   bis   zur   A3,   dann   haben   sich Jürgens   und   unser   Weg   an   der   Abfahrt   Köln-Dellbrück   getrennt.   Wir   sind   gut   angekommen.   Kaum   vor   der   Haustüre,   die   nächste Überraschung. Der Zuweg zur Haustüre wurde gerade neu gemacht, alles überflutet. Auch im Keller gab es etwas Wasser. War das ein tolles und aufregendes Jahrestreffen 2011 in Bad Boll gewesen. Die Erinnerungen werden noch lange nachklingen. Euer Arnold Köln, den 27.Juli 2011   
Fortsetzung
Das heutige Kölsche ist historisch aus einer andauernden ermischung und   Überlagerung   unterschiedlicher   Sprachströmungen   entstanden, sicher    ist    das    eine    Ursache    für    seinen    Formenreichtum.    Kölns zweitausendjährige   Position   als   Handelsmetropole,   die   Öffnung   zum damaligen    Umland    und    Eingemeindungen    der    letzten    zweihundert Jahre   haben   unterschiedliche   Sprachen   zusammengebracht,   die   zum Teil   heute   noch   nachwirken,   so   dass   Formen   nebeneinander   xistieren, benutzt     und     verstanden     werden,     ohne     noch     einer     bestimmten Herkunft   innerhalb   des   jetzigen   Stadtgebietes   zugeordnet   zu   werden, wiewohl   das   in   Einzelfällen   möglich   ist.   So   kann   man   treppab   als   „de Trebb_eraf“   „de   Trepp   (e)runder“   „de   Trepp   (e)runger“   gehen   und mit   „de Trap   (e)rop“   wie   „de Trebb_erop“   wieder      nach   oben   steigen   ( wer   will   misch   de   trepp   rungerschmidde?)   und   „Ming   Moped,   Ding Moped“    genauso    gut    wie    „mi    Moped,    di    Moped“    sagen    (mein Motorrad,    Dein    Motorrad).     Man    beachte,    daß    trotz    der    gleichen Schreibung   bei   zweien   im   zweiten   Fall,   die   Aussprache   der   kölschen Wörter   so   erheblich   von   der   der   deutschen   Wörter   abweicht,   daß   sie von   einem   Unkundigen   kaum   einander   zuzuordnen   sind.   Dat   is   ooch juut so, da köma wat verzälle und der andere verstääht nu Bahnhof !
Ein    Düsseldorfer    geht    am    Rhein    in    Köln spazieren   und   sieht   nen   Kölner   weinend vor     seinem     verbeulten     Toyota     stehen. Sagt    der    Düsseldorfer    zu    dem    Kölner: "Wat    weinste    denn    so?"    Antwortet    der Kölner   :   "   Mein   Auto   hat   soviele   Beulen und   ich   krieg   et   nit   över   de   Tüv"!   Sagt   der Düsseldorfer:"   Mensch   sei   doch   net   blöd, du   musst   doch   nur   in   den   Auspuff   pusten, so    fest    wie    du    kannst,    dann    gehen    die Beulen    ratzfatz    rauß."    "Toll"    sagt    der Kölner"dat   probier   jetzt   aus",   und   fängt an     in     den     Auspuff     zu     pusten.     Der Düsseldorfer    denkt    sich:"    wat    für    ein Idiot"   und   geht   weiter.   Kommt   ein   Polizist vorbei   und   sagt   :   "   Wat   machst   du   denn da?"    Sagt    der    Kölner:    "    Ich    puste    in meinen    Auspuff    dann    gehen    die    Beulen rauss"!   Sagt   der   Poliszist:   "Bist   du   blöd, Kerl,    dann    kann    nicht    funktioniern,    du hast doch dat Schiebedach noch auf!"