BREMEN 2000
4. Jahrestreffen Royal Stars Germany
Das   Jahr   2000,   der   Beginn   eines   neuen   Jahrtausends.   Die Welt   war   nicht   untergegangen   und   der   grosse   Rechnerabsturz war   ausgeblieben.      Die   Menschheit   blickte   mit   neuer   Hoffnung in   eine   ungewisse   Zukunft. Aber   ich   blickte   auf   mein   allererstes RoyalStar-Treffen,     welches     in     diesem     Jahr     in     Bremen stattfinden    würde.    Die    vorherigen    Treffen    hatte    ich    ja    nicht mitmachen   können,   da   ich   dienstlich   auf   Abendteuerurlaub   in den   Balkan   geschickt   wurde.   Zum   Glück   konnte   ich   mich   auf meine      Stammtischbrüder      verlassen.      Sie      schickten      mir interessante Lektüre und Beschäftigung für die einsamen Tage. Dem   Norden   entgegen   -   Richtung   Meer   -   ging   es   also.   Ich   roch schon   die   salzige   Meeresluft   und   spürte   die   Meeresbriese   in meinen   Haaren,   Seemann   ahoi   ,   die   Kölner   kommen.   Na   ja   so verrückt   war   es   eigentlich   nicht.   Aber   ich   freute   mich   riesig. Unsere   Odyssee   startete   am   25   Mai   frühmorgens   am   Zoo-Eck in    Köln.    Uta,    Bernd,   Achim    und    ich    waren    zusammen    aus Hennef   gekommen.   Am   Zoo-Eck   trafen   wir   uns   mit   einem   Teil unserer   Gruppe,   die   anderen   würden   unterwegs   hinter   Köln   zu uns    stoßen.    Leider    war    uns    an    diesem    Morgen    der    Petrus      nicht   so   gut      gesonnen   und   wie   man   auf   dem   Foto   sehen   kann, war der Regen ebenfalls anwesend beim Morgenappell.
Und   dieser   feuchte   Begleiter   wird   fast   die   gesamte Anfahrt   nicht von   unserer   Seite   weichen.   Auf   den   Bildern   sieht   man   noch unseren   Manno   mit   seiner   Harley,   und   der   Eddie   mit   seiner Trude,     beide     damals     noch     als     Gastfahrer.          Manno     ist mittlerweile   so   was   wie   der   Häuptling   unseres   Stammtisches geworden   und   der   gute   Eddie   ist   leider   kein   Mitglied   der   Royal Star-Gemeinschaft   geworden. Als   alle   dann   endlich   am   Zoo-Eck eingetroffen   waren,   machten   wir   uns   auf   den   Weg.   Eine   damals noch     überschauliche     Zahl     von     Dickschiffen     verlies     den Heimathafen   Köln   und   lief   aus   in   Richtung   Norden.   Vorbei   an Leverkusen schlossen sich der Klaus und der Toni noch an.
Kaptän      Klaus      übernahm   kurzerhand   die   Führung   der   Flottille   und   steuerte   uns   so   zur   Mittagszeit   zu   einem   Bikertreff   irgendwo   im Münsterland,   wenn   ich   mich   nicht   irre.   Es   ging   von   der Autobahn   runter   auf   die   Landstrasse.   Bis   zum   Bikertreff   waren   es   noch   ein paar   Kilometer. An   einer   Kreuzung   ,die   durch Ampeln   gesichert   war,   mussten   wir   links   abbiegen.   Direkt   neben   der   Straße   auf   die wir abbogen, lag ein Kornfeld, das fast 5 Meter tiefer lag, als die Straße. Was jetzt passierte ist kaum zu glauben: Es gab da jemand in unserem Konvoi, der das Gas mit der Bremse verwechselte. Ich nenne hier keinen Namen.??? Diejenigen,   die   damals   mitfuhren,   wissen   wen   ich   meine.   Aus   irgendeinem   Grund   gab   Diejenige   beim   Abbiegen   nach   links   Gas und   schaffte   die   Kurve   nicht   mehr.   Maschine   und   Reiter   schossen   über   den   Straßenrand   der   Kreuzung   und   waren   auf   einmal verschwunden.   Solch   einen   großen   Trick   muss   man   erst   mal   können!   Houdini   und   David   Copperfield   hätten   hier   noch   etwas   dazu lernen   können.   Jetzt   bin   ich   noch   da   und   hoppla,   nichts   in   den   Ärmeln,   nichts   in   den   Taschen,   kein   doppelter   Boden   und   flutsch weg bin ich!!! Alle Achtung !
So    genug    gescherzt,    zum    Glück    war    nicht    Schlimmes    passiert.    Unser Zauberreiter   hat   verdammt   viel   Glück   gehabt.   Man   muss   sich   dies   erst   mal vorstellen:   Er   fuhr   über   die   Kreuzung   und   dann   5   Meter   den   steilen   Hang hinunter,   um   dann   noch   gerade   sitzend   auf   der   Maschine,   einige   Meter weiter   im   Kornfeld   zum   stehen   zu   kommen.   Weder   Reiter   noch   Maschine wurden    verletzt    oder    beschädigt.    Wir    hielten    natürlich    sofort    an    und rannten   zum   Kornfeld,   wo   wir   zu   unserem   Erstaunen   sahen,   was   passiert war.   Wir   fingen   mit   der   Bergung   der   Maschine   und   dem   verdutzten   Reiter an   ,   zogen   das   Motorrad   aus   dem   Feld   bis   zum   Hang   und   dann   weiter   bis zur   Stelle,   wo   Feld   und   Strasse   auf   gleiche   Höhe   kamen.   Nach   einem kleinen   Check   vom   Motorrad   und   Fahrer,      ging   es   weiter   und   wir   erreichten etwas   später   den   Bikertreff.      Gerade   richtig.   Weil   es   wohl   noch   nicht   genug geregnet    hatte,    schaltete    Petrus    sein    Bewässerungssystem    noch    eine Stufe    höher,    das    Wasser    floss    in    Strömen.    Zur    unserem    Glück    aber standen   auf   dem   Parkplatz   des   Treffs   große   stabile   Sonneschirme.   Diese boten   genügend   Anlegeplatz   für   unsere   Dampfer.      Schnell   geparkt   und dann    rein    in    die    gute    Stube.    Es    war    eine    sehr    urige    Bikerkneipe. Wahrscheinlich     war     dies     einmal     eine     Bauernstube     oder     Schmiede gewesen.    Die    Wände    waren    mit    Sprüchen    in    alter    deutscher    Schrift bemalt.   Man   hatte   das   Gefühl,   als   ob   man   wieder   in      Kaiser   Wilhelms Zeiten gelandet war.
Wir   konnten   endlich   unsere   Ganzkörperkondome   ausziehen   und   eine   deftige   Mahlzeit   zu   uns   nehmen.   Bis   Bremen   waren   es   noch einige   Seemeilen,   euh   ich   meine   Kilometer.   Warmes   Essen   und   eine   gute   Tasse   Kaffee   nachher   wirkte   Wunder   und   obwohl   der Regen   noch   nicht   so   richtig   nachgelassen   hatte,   waren   wir   für   die   Weiterfahrt   bereit.   Lotse   Toni   nahm   uns   in`s   Schlepptau   und unsere    Kreuzer    pflügten    durch    dass    Wasser    (auf    der    Strasse)    Richtung    Musikantenstadt    Bremen.    Teilweise    ging    es    über Landstraße   und   Autobahn   wir   hatten   ja   noch   Zeit   genug.   Es   ging   gemütlich   voran,   aber   wie   das   so   ist,   muss   man   ja   auch   mal Tanken und Pause machen. Und so hielten wir an einer Autobahn Raststätte an, um die Tanks unserer Maschinen aufzufüllen und uns selbst zu entleeren.
Besser    gesagt,    mal    eben    auf    die Toilette   gehen,   Pinkelpause. Auch   der Bernd   musste   mal,   und   hatte   es   eilig. Seinen   schönen   kleinen   Helm   hatte   er nicht      an      der      Maschine      zurück gelassen,    sondern    mit    zur    Toilette genommen.   Nun   wenn   man   sich   mit seinem     besten     Stück     beschäftigen muss,    kann    man    nicht    gleichzeitig sein    Helm    festhalten.    Also    dachte unser    Bernd    sich    nichts    dabei    und legte     seinen     Helm     mal     kurz     im Waschbecken.     Wir     leben     aber     in moderne   Zeiten   und   was   Bernie   nicht bemerkt      hatte,      war      dass      das Waschbecken             mit             einem Bewegungssensor         statt         einem Wasserhahn   versehen   war.   Er   schnell ans   Urinal   und   Wasser   Marsch:   aber nicht     nur     im     Urinal     -     auch     im Waschbecken   ging's   ab.   Als   er   sich dann    später    die    Hände    waschen wollte,    hätte    er    dies    auch    direkt    im Helm   tun   können,   weil   er   so   schön   mit Wasser     vollgelaufen     war.          Bernd wunderte     sich     was     passiert     sein könnte,        er        hatte        doch        den Wasserhahn   nicht   betätigt   .   Und   weil es    draußen    noch    nicht    nass    genug war,      musste      er      die      restlichen Kilometer     auch     noch     mit     einem feuchten   Helm   fahren.   Es   war   schon spät    nachmittags    geworden,    als    die Sonne    sich    dann    doch    mal    blicken ließ.   Wir   fuhren   über   Landstraßen   und entschlossen     uns     noch     zu     einer letzten   Pause.   Wir   kamen   an   einem schönen      Restaurant      mit      Eiscafe vorbei   und   hielten   an.   Für   Bernd   war dies   ideal:   Pause   machen   und   ein   Eis essen!
Nach   dieser   kleinen   Stärkung   ging's   wieder   weiter.   Lotse   Toni   hatte   das   Kommando   und   führte   uns   über`s   flache   Land   zum Endhafen   Fährhaus   Farge.   Doch   Toni   schien   sich   nicht   so   sicher   zu   sein   über   seine   Navigationskünste   und   hielt   die   Flotte   noch mal   an,   um   einen   Blick   auf   die   Karte   zu   werfen.   Nach   Bestätigung   unser   Position   ging   es   wieder   volle   Kraft   voraus.   Wir   fuhren,   bis wir   an   die   Fähre   zwischen   Berne   und   Farge   kamen.   Unser   Hotel   das   Fährhaus   Farge   lag   am   anderen   Ufer   der   Weser.   Nun mussten wir ja wirklich übers Wasser schippern. Also alle auf die Fähre und rüber zum Hotel.
Nach   dem   die   Lachmuskeln   sich   wieder   beruhigt   hatten   und   wir voll   gesättigt   waren,   spazierten   wir   durch   die   kühle   Abendluft wieder   zum   Hotel.      Nach   einer   erholsamen   Nacht   wurde   am nächsten   Morgen   erst   mal   richtig   gefrühstückt.   Der   Speisesaal des   Hotels   lag   an   der   Weserseite   und   war   mit   großen   Fenstern ausgestattet,   die   einen   freien   Blick   auf   die   Weser   hergaben.   So sah   es   manchmal   aus,   als   ob   ein   Schiff   durch   den   Speisesaal fährt.
Der   Morgen   brachte   auch   das   gute   Wetter   wieder   und   weil unsere   Kähne   von   der   langen   Regenfahrt   (wir   wussten   noch nicht,     was     uns     auf     der     Rückreise     erwartete...)     schön verschmutzt     waren,     starteten     wir     eine     Putzaktion.     Mit Schwamm   und   Ledertuch   ging   es   zur   Sache.   Derjenige,   der fertig   geworden   war,   stellte   seine   Maschine   schön   vorne   in   die Reihe vors Hotel.
Wir   entschlossen   uns,   auf   eigene   Faust   mal   ein   bisschen   die Umgebung    zu    erkunden.    Eine    Tour    zu    einem    in    der    Gegend gelegenen   Künstlerdorf   wurde   uns   vorgeschlagen.   Wir   machten uns   bereit   und   unter   strahlender   Sonne   und   blauem   Himmel   ging es    durch    die    flache    Landschaft    auf    die    Suche    nach    der versteckten   Künstlerkolonie   Worbswede.   Und   wir   wurden   fündig   - in   einen   Waldstück   verborgen   fanden   wir   sie.   Es   gab   sogar   einen extra Parkplatz am Eingang des Dorfes, weil   man   mit   den   Fahrzeugen   nicht   hinein   fahren   konnte.      Nun ging   jeder   auf   Entdeckungstour   durch   diesen   malerischen   Ort. Von   Keramik,   Töpfen,   Gemälden      und   andere   kreativen   Dingen war     ausreichend     da.     Wir     vertrödelten     uns     die     Zeit     und anschließend   ging   es   zurück   Richtung   Fährhaus.   Die   anderen RS-Fahrer   trafen   tropfenweise   ein,   doch   nicht   alle Teilnehmer   des Treffens   waren   im   Fährhaus   untergebracht.   Aber   von   denen,   die bei   uns   wohnten,   gab   es   einen   mit   einer   besonderen   Maschine. Wir   bewunderten   zum   ersten   Mal   eine   Royal   Star   die   fast   zehn Jahre   später   ihren   Weg   zum   Kölner   Stammtisch   finden   würde. Nicht wahr Willi und Manno ?
Um    dem    Nachmittag    abzuschließen,    tranken    wir    zusammen    noch    ein    Bierchen    und    warteten    bis    das    obligatorische Abendprogramm   losging.   Nach   dem   Buffet   und   der Tombola   war   der Abend   gelaufen.      Ich   hatte   mir   vorgenommen   früh   ins   Bett   zu gehen,   um   am   nächsten   Morgen   für   die   Ausfahrt   fit   zu   sein.   Einige   unter   uns   hatten   da   andere   Pläne   und   gingen   zusammen   mit dem   Hotel-Chef   auf   Friesengeistfang.   Dieser   wollte   am   nächsten   Morgen   eigentlich   mit   seiner   HD   mitfahren      aber   dazu   kam   es leider   nicht.   So   wie   meine   Stammtischbrüder   berichteten,   wurde   er   von   den   Friesengeistern,   die   er   selber   gerufen   hat   umgehauen und fiel vom Barhocker.
Dass   die   Kölner   den   Friesengeistern   gewachsen   waren,   hatte er   wahrscheinlich   nicht   gedacht.   Der   Morgen   kam   schnell   und es   sah   mehr   nach   Regen   als   nach   Sonnenschein   aus.      Auch Presse      und      Fernsehtermin      stand      auf      Programm.     Alle Teilnehmer   versammelten   sich   am   Fährhaus,   weil   die   Ausfahrt zum Dorumer Tief von hieraus losging.
Es    war    bei    diesem    Treffen,    als    wir    Udo    aus    Villingen- Schwenningen    und    sein    rot-weißes    Boot    kennen    lernten. Damals   war   es   noch   in   seiner   Basis-Ausstattung.   Im   Lauf   der Jahre   wurde   dieses   Gespann   um   Vielfaches   veredelt,   auch   bei unserem   letzten   Treffen   in   Potsdam   hatte   sich   wieder   etwas geändert.   Dieses   Teil   ist   heute   sicher   ein   Unikat   .   Die   Rundfahrt startete    so    gegen    09.30    Uhr    und    es    ging    ersteinmal    nach Bremerhaven   an   die   Wesermündung.   Wir   waren   in   mehrere Gruppen   aufgeteilt.      Für   mich   war   es   das   erste   Mal,   dass   ich   so viele    Royal    Stars    zusammen    sah.    Es    war    grandios:    dieser Klang   und   der   blitzende   Chrom   -   da   kam   ein   ganz   besonderes Feeling    auf,    Gänsehaut    machte    sich    breit.    Wir    ereichten Bremerhafen   ohne   Probleme   und   parkten   auf   einem   riesigen Parkplatz direkt an Wesermündung.
Jetzt    hatte    man    die    Gelegenheit,    alle    Maschinen    zusammen    einmal    in    Ruhe    anzuschauen    oder    sich    mit    der    Seefahrt    zu beschäftigen   und   sich   die   Museumschiffe   anzugucken.   Leider   war   die   Sonne   nicht   von   der   Partie   und   es   war   windig   und   dunkle Wolken   trieben   am   Himmel.   Dies   störte   uns   aber   nicht,   es   gab   genug   zu   sehen   und   zu   fachsimpeln.      Ich   ließ   es   mir   nicht   nehmen, auch mal die alte Seemannsliebe (Dreimaster bis U-Boot) anzusehen - Seefahrtgeschichte pur.
Nach   ein   einhalb   Stunden   Pause   ging   es   weiter.   Wir   fuhren   quer   durch   den   Hafen   ,vorbei   an   den großen   Container-   und Autotransportschiffen.   Dann   setzten   wir   Kurs   Richtung   Küste   zum   Dorumer   Tief. In    diesem    typischen    Fischerdorf    mit    seinem    Fischkutter-Hafen,    gab    es    einen    großen    Platz,    wo verschiedene   Fischbuden   ihre   leckere   Spezialitäten   anboten.   Nun   war   es   ja   Mittagzeit   und   da   hatte sicher   jemand   Hunger.   Weil   wir   brav   unsere   Maschinen   unten   am   Hafen   parkten,   fuhr   dieses   Spezies locker   mit   seiner   Maschine   zur   Fischbude   und   bestellte   sich   -   noch   auf   der   Maschine   sitzend   -   eine Portion   Fischleckereien.   Da   waren   wir   ja   ziemlich   erstaunt:   Ein   DRIVE-IN-Schild   hatte   keiner   von   uns gesehen. Man kann es schon raten... der mit der Gelben natürlich.
Bei   der   Siegerehrung   der   schönsten   Royal   Star   gab   für   die   Kölner   etwas   zum   Feiern   -   aber   vor   allem   für   Toni.   Tonis   Maschine wurde   zum   zweitschönsten   Motorrad   gewählt.   Die   Maschine,   welche   damals   gewann,   ist   jetzt   im   Besitz   eines   Mitgliedes   des Kölner   Stammtisches.   Auf   jeden   Fall   aber   der   erste   Pokal   für   Toni   und   es   sollte   nicht   der   Letzte   gewesen   sein.      Es   war   noch   ein angenehmer   Abend   und   der   Vorschlag   fürs   nächste   Treffen   in   Fulda   wurde   allgemein   angenommen.   So   steuerte   das   Treffen   auf sein   Ende   zu,   Sonntagmorgens   sollte   es   wieder   nach   Hause   gehen.   Die   Anreise   war   nass   gewesen   -   aber   was   uns   jetzt   auf   der Rückreise   erwartete   -   ahnte   keiner.   Nach   dem   Frühstück   und Auschecken   machten   wir   uns   reisefertig.   Die   Maschinen   gut   gepackt und   voll   getankt,   Leinen   los   Bootsmann,   aber   in   voller   Regenmontur,   weil   der   Himmel   nichts   Gutes   versprach.   So,   wie   wir gekommen waren, ging es jetzt auch mit der Fähre erst einmal zur anderen Uferseite der Weser.
Am   anderen   Ufer   angekommen,   drehten   wir   unseren   Bug   Richtung   Autobahn   und   gaben   Dampf.   Aber   im   Himmel   braute   sich solch   ein   Sturm   zusammen,   wie   es   ihn   in   Deutschland   in   den   letzten   10   Jahren   nicht   mehr   gegeben   hatte.   Ein   richtiger   Hurrikan fegte   am   diesen   Sonntag   über   Deutschland   mit   verheerenden   Schäden.   Erst   gab   es   Wind,   welcher   uns   fast   von   der   Autobahn blies,   später   gab   es   Regen   und   Hagel   ohne   Ende.   Auf   der   Autobahn   lagen   umgestürzte   Bäume   und   noch   mehr   solcher   Sachen.     Eine   Höllenfahrt   also.   Erst   spät   nachmittags   klärte   es   auf,   die   Sonne   kam   durch   und   ein   blauer   Himmel   kam   zu   Vorschein.   Wir näherten   uns   in   diesem   Moment   einer   Autobahn-Raststätte,   die   auch   sofort   angefahren   wurde.   Endlich   mal   ausruhen,   wir   hatten den   Sturm   überstanden.   Wir   gönnten   uns   eine   wohlverdiente   Pause   -   bis   nach   Köln   und      Zuhause   waren   es   doch   noch   ein   paar Kilometer.   Bevor   wir   die   Rastätte   wieder   verließen,   verabschiedeten   wir   uns,   weil   kurz   vor   Köln   und   dahinter   würde   jeder   seinen eigenen   Heimathafen   ansteuern.   Ein   schönes   aber   auch   nasses   Treffen   ging   zu   Ende.   Jeder   von   uns   lief   sicher   ein   und   Uta   und ich machten schon Pläne für das 2001ser-Treffen in Fulda. Euer Patrick, der kölsche Belgier PS.   Diesen   Bericht   widme   ich   unserem   guten   Freund   Bernd,   der   in   diesem   Moment,   während   ich   diese   Zeilen   schreibe um sein Leben in der Herzklinik von Bad Oeyenhausen kämpft. BERND WIR DENKEN AN DICH, GIB NICHT AUF !!!!!     Twenty four Royal Stars shiny and bright, Giving Bernd all their might For that he may survive And ride with us for the rest of his live Pat.